Kautschuk & Elastomere
Beständigkeit der Kautschuk-Typen
Physikalische Eigenschaften
Gummi ist ein Werkstoff mit hoher Elastizität und großem Rückstellvermögen.
In der technischen Anwendung wird dieser Werkstoff als
ELASTOMER bezeichnet.
Als Basismaterial zur Herstellung dient Natur- oder Synthesekautschuk.
Eine Kautschukmischung enthält verschiedene Zusatzstoffe. Durch
Hinzufügen von Wärme wird Kautschuk vulkanisiert. Dieser Prozess verleiht
den Elastomeren ihr elastisches Verhalten. Verformungen innerhalb
des elastischen Bereichs können beliebig oft durchgeführt werden,
ohne dass eine Veränderung der Ausgangsform die Folge ist. Sobald
die Verformungskräfte nachlassen, geht das Elastomer nahezu in seine
Ausgangsstellung zurück.
Elastomere sind gegen viele Säuren, Laugen und aromatische
Kohlenwasserstoffe (Produkte der Erdöl- und Kohledestillation), die in
häuslichen und industriellen Abwässern vorkommen, beständig. Um diese
Beständigkeit einschätzen zu können, ist es für die Dichtungstechnik wichtig,
die an der Dichtungsstelle herrschenden Bedingungen wie Konzentration
des Mediums, Temperatur, Druck sowie die statische oder dynamische
Beanspruchung zu kennen.
Einen idealen Elastomerwerkstoff, der dem Angriff sämtlicher Gase und
Flüssigkeiten widersteht, gibt es bis heute nicht. Man muss also aus der
Vielzahl der Werkstoffe diejenigen auswählen, die neben den gewünschten
technischen Eigenschaften auch eine geeignete Beständigkeit gegen
einwirkende Medien aufweisen.
Die in der Abwassertechnik am häufigsten eingesetzten Elastomertypen sind
EPDM, SBR, NBR, NR, IIR und IR und entsprechen den gültigen Normen wie
DIN 4060 und DIN EN 681.




